Die europäische Filmindustrie bringt seit vielen Jahren echtes Kino. Hollywood-Klamauk und vorgefertigte Filme, die wie ein Ei dem anderen gleichen, gibt es hier kaum. Europa ist eben das Bodenständige und das Vielfältige.

Italien, Schweden, Deutschland, Frankreich, jedes Land hat für sich einen Weg gefunden tolle Filme zu machen, die oft viele besondere Preise erhalten haben. Wir zeigen drei der Filme auf, die über Europa hinaus für Furore gesorgt haben.

Das Leben ist schön – La Vita è bella

Die Tragikomödie spielt im Italien des zweiten Weltkrieges. Er erhielt zahlreiche Preise, darunter im Jahr 1999 sogar den Oscar für den besten fremdsprachigen Film. Roberto Benigni spielt hier sich selbst, einen unbescholtenen fröhlichen Mann, der zu seinem Unglück Jude ist. Nachdem er seine große Liebe trifft und mit ihr einen kleinen Jungen bekommt, werden alle zusammen deportiert. Im Gefangenenlager spielt er seinem Sohn vor, alles sei gut. Ein wunderbarer Film über die Kraft der Liebe in schrecklichen Zeiten!

Die fabelhafte Welt der Amélie

Nicht allein wegen seiner traumhaften Musik sorgte dieser französische Film aus dem Jahr 2001 für Schlagzeilen. 2002 war er für einige Oscars nominiert und erhielt zahlreiche andere Preise. Hier spielt die mittlerweile weltberühmte Audrey Tautou eine schüchterne junge Frau, die sich dem Leben verschließt, aber im Leben anderer Glücksfee spielt. Bis sie selbst sich verliebt…

Goodbye Lenin

Auch diese deutsche Tragikomödie erhielt zahlreiche Preise, weit über Deutschland hinaus. Goodbye Lenin erschien 2003. Alex, der Sohn einer Mutter, die in der DDR ihren Sinn als Sozialistin findet, wendet sich, als diese durch einen Herzinfarkt jahrelang im Koma liegt, gegen die DDR. Er geht auf zahlreiche Demos, bis irgendwann tatsächlich die Mauer fällt. Seine Mutter allerdings wacht auf, und so spielt er, um sie zu schonen, zusammen mit seiner Freundin seiner Mutter vor, es sei immer noch Zeit der DDR. Ein spannender und kontroverser Film.